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Studie: Intelligentes Energienetz spart neun Milliarden Euro jährlich

21.01.2013 von

Intelligentes Energienetz spart neun Milliarden Euro jährlich

Im deutschen Energiesektor können durch eine vollständige Vernetzung und Digitalisierung hin zu Smart Grids rund neun Milliarden Euro jährlich eingespart werden. Der Löwenanteil von rund 5,5 Milliarden Euro kann demnach mit der intelligenten Steuerung des Netzes eingespart werden.

Der Stromverbrauch für die betriebliche Produktion und den privaten Verbrauch kann so gesteuert werden, dass sich beide möglichst gut an das täglich schwankende Angebot von Energie aus regenerativen Quellen anpassen. Hinzu kommen Einsparungen in Milliardenhöhe durch eine automatisierte Gebäudesteuerung und geringere Kosten beim Netzausbau. Das ergab eine Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung im Auftrag des BITKOM zu Intelligenten Netzen.

Laut Fraunhofer-BITKOM-Studie muss die bislang zentrale Netz- und Versorgungsstruktur so verändert werden, dass sie zukünftig die Stromproduktion von immer mehr dezentralen Anlagen (Photovoltaik, Windkraft, Biogas- und Blockheizkraftwerken) integrieren kann. Um die Erzeugung, Verteilung, Speicherung sowie den Verbrauch optimal aufeinander abzustimmen, müssen in Zukunft alle Akteure intelligent miteinander vernetzt sein.

Intelligente Energienetze können zudem die Basis für neue Dienstleistungen im Energiesektor werden, aus der sich zusätzliche Wachstumsimpulse von ca. 1,7 Milliarden Euro pro Jahr ergeben können. Dazu gehören beispielsweise die Angebote und Umsätze mit Haustechnik.