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Wüstenstrom könnte Anteil Erneuerbarer am Strommix vervielfachen

26.06.2013 von

Wüstenstrom könnte Anteil Erneuerbarer vervielfachen

Laut der im Juni 2013 veröffentlichten Dii-Strategie „Desert Power: Getting Started" können erneuerbare Energien mithilfe von Wüstenstrom bis 2030 im gemeinsamen Strommix von Nordafrika, dem Nahen Osten (MENA) und Europa 55 Prozent ausmachen. 

„Die Entwicklung hängt jetzt besonders vom politischen Willen in Europa ab, grenzüberschreitende Kooperation und Netzinfrastruktur auf den Weg zu bringen. Wüstenstrom kann einen entscheidenden Beitrag dafür leisten, dass Strom für alle bezahlbar bleibt. Diesen Vorteil darf Europa seinen Bürgern nicht vorenthalten", so Dii-Geschäftsführer Paul van Son.

Nach Ansicht des privaten Industrie-Konsortiums Dii erlauben die reichlich vorhandenen Sonnen- und Windressourcen der MENA-Region sogar einen gemeinsamen Stromverbund mit einem Anteil von insgesamt 80 Prozent erneuerbarer Energien bis 2040. Bis zum Jahr 2050 könnten Erneuerbare so einen Anteil von über 90 Prozent in Europa erreichen.

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Die Wüstenstrom-Idee basiert darauf, Strom an besonders geeigneten Standorten zu produzieren, um Kosten zu sparen. Voraussetzung dafür sind Stromleitungen zwischen der MENA-Region und Europa. Für erste Leitungen, wie beispielsweise zwischen Italien und Nordafrika, werden nach Berechnungen von Dii abhängig vom Umfang zwischen 2,5 und 10 Milliarden Euro benötigt.