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Ökostromanbieter wollen Ökostrom künftig direkt vom Erzeuger kaufen

18.09.2014 von

Ökostromanbieter wollen Ökostrom künftig direkt vom Erzeuger kaufen

Die Ökostromanbieter Clean Energy Sourcing, Greenpeace Energy, die ElektrizitätsWerke Schönau und Naturstrom fordern neue Vermarktungsregeln für Ökostrom. Das von Ihnen entwickelte „Grünstrom-Markt-Modell" soll die direkte und nachvollziehbare Versorgung der Kunden mit echtem Ökostrom garantieren sowie die schwankende Versorgung aus Wind und Sonne besser an die tatsächliche Nachfrage anpassen.


Das zum 1. August reformierte Erneuerbare-Energien-Gesetz sieht bisher vor, dass Betreiber neuer Ökostrom-Anlagen ihren Ökostrom in der Regel über das so genannte Marktprämiensystem an der Strombörse verkaufen müssen. Weil in diesem System aber keine Herkunftsnachweise für Ökostrom ausgestellt werden dürfen, kann dieser Ökostrom auch nicht als Ökostrom an Endkunden geliefert werden.

Im „Grünstrom-Markt-Modell“, das das Marktprämiensystem ergänzen soll, verkaufen Anlagen-Betreiber ihren Ökostrom dagegen direkt an einen Ökostromanbieter, der ihnen dafür den vollen Preis bezahlt. Dieser Ökostrom wird dann direkt an Endkunden weitergegeben - inklusive Herkunftsnachweis, ohne Umweg über die Strombörse. Damit entfällt auch die Zahlung der EEG-Umlage.

„Ökostrom-Kunden wollen wissen, aus welchen konkreten Anlagen ihr Strom wirklich kommt", sagt Daniel Hölder, Leiter Energiepolitik von Clean Energy Sourcing, „das gilt gleichermaßen für private Haushaltskunden wie für große Industrieunternehmen. Unser Modell ist deshalb eine transparente, kostenneutrale und ökologisch sinnvolle Ergänzung zum bestehenden EEG."