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Kartellamtschef hält nichts von Billigtöchtern
Bundeskartellamtspräsident Ulf Böge bewertet die Aktivitäten der großen Energiekonzerne, über Billigmarken das Preisgefüge bei Strom und Gas aufzubrechen, mit großer Zurückhaltung. Das geht aus einem Interview hervor, das das "Handelsblatt" mit ihm geführt hat.
Durch diese neuen konzerneigenen Anbieter entstehe "nur bedingt Wettbewerb", erklärte Böge. Die neuen Gesellschaften unterböten lediglich Standardtarife, die zum Teil sehr überzogen seien. „Die Kunden sollen sich nicht blenden lassen. Unternehmen mit marktbeherrschender Stellung haben keinen Grund, etwas zu verschenken“, so der Kartellwächter weiter.
Eon bietet seit kurzem über eine neue Billig-Tochter Strom und Gas an. RWE arbeitet an einem ähnlichen Konzept. EnBW betreibt mit Yello bereits seit Jahren einen Billiganbieter im Strombereich. Das Unternehmen prüft ähnliche Aktivitäten im Gassektor.
Böge kritisierte Bestrebungen der Politik, die Entstehung nationaler Champions zu fördern. "Nationale Champions erhalten Marktmacht, mit der sie mittelständische Unternehmen vernichten und damit den Wettbewerb empfindlich stören können", sagte Böge. Er verteidigte die Pläne zur Verschärfung der Preismissbrauchsaufsicht im Energiebereich.
Durch diese neuen konzerneigenen Anbieter entstehe "nur bedingt Wettbewerb", erklärte Böge. Die neuen Gesellschaften unterböten lediglich Standardtarife, die zum Teil sehr überzogen seien. „Die Kunden sollen sich nicht blenden lassen. Unternehmen mit marktbeherrschender Stellung haben keinen Grund, etwas zu verschenken“, so der Kartellwächter weiter.
Eon bietet seit kurzem über eine neue Billig-Tochter Strom und Gas an. RWE arbeitet an einem ähnlichen Konzept. EnBW betreibt mit Yello bereits seit Jahren einen Billiganbieter im Strombereich. Das Unternehmen prüft ähnliche Aktivitäten im Gassektor.
Böge kritisierte Bestrebungen der Politik, die Entstehung nationaler Champions zu fördern. "Nationale Champions erhalten Marktmacht, mit der sie mittelständische Unternehmen vernichten und damit den Wettbewerb empfindlich stören können", sagte Böge. Er verteidigte die Pläne zur Verschärfung der Preismissbrauchsaufsicht im Energiebereich.