Mit Demonstrationen in 21 Städten will die deutsche Anti-AKW-Bewegung am Samstag, dem 28. Mai 2011, ihrer Forderung nach einem zügigen Atomausstieg Nachdruck verleihen. Die Veranstalter, ein Bündnis von Umweltverbänden, Antiatomkraft- und Friedensorganisationen, erwarten zu den Kundgebungen insgesamt mehrere zehntausend Menschen. Demonstrationen unter dem Motto „Atomkraft Schluss“ finden unter anderem in Berlin, Dresden, Göttingen, Hamburg, Mannheim und München statt.
„Das, was die Koalition bisher plant, ist kein konsequenter Atomausstieg, sondern der Weiterbetrieb gefährlicher Reaktoren für mehr als ein Jahrzehnt“, sagte der Sprecher der Organisation „ausgestrahlt“, Jochen Stay, am Donnerstag in Hamburg mit Blick auf Äußerungen führender Koalitionspolitiker. Große Teile der Bevölkerung seien nicht damit einverstanden, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) „zwar so tut, als mache sie eine 180-Grad-Kehrtwende in der Energiepolitik, am Ende dann aber doch wieder die Interessen der großen Stromkonzerne bedient“.
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Der Deutsche Gewerkschaftsbund und mehrere Einzelgewerkschaften riefen ihre Mitglieder ebenfalls zur Beteiligung an den Demonstrationen auf. In mehreren Städten sind am Samstag Kundgebungen vor den Niederlassungen der AKW-Betreiber geplant. In Berlin wollen sich Demonstranten vor der CDU-Zentrale versammeln. Die Beteiligung der Deutschen Bahn AG sowie von Banken im „Atomgeschäft“ werde in Göttingen thematisiert, hieß es seitens der örtlichen Veranstalter.
(dapd/rpl/nik /1)