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Offshore-Windparks kühlen offenbar Atmosphäre ab

30.06.2011 von

Offshore-Windparks kühlen offenbar Atmosphäre abDie Luftschichten über ausgedehnten Offshore-Windparks auf dem offenen Meer werden sich messbar abkühlen. Zu diesem Ergebnis kommen US-Forscher, die mit detaillierten Klimamodellen die Umweltfolgen von Offshore-Windparks abgeschätzt haben.

Mindestens ein Grad kühler könnten die unteren Stockwerke der Atmosphäre durch den Ausbau von Offshore-Windparks werden. Begleitet würde der Effekt von regionalen Auswirkungen auf Verdunstungsrate und Niederschläge, so die Klimastudie, die die Wissenschaftler jetzt in der Fachzeitschrift „Environmental Research Letters“ veröffentlicht haben.

„Die kalkulierten Klimafolgen von installierten Windturbinen sind signifikant“, schreiben die Klimaforscher Chien Wang und Ronald G. Prinn vom Massachusetts Institute of Technology in Cambridge. Für ihre Berechnungen gingen sie von einem starken Ausbau von Offshore-Windparks mit einigen Millionen Windkraftanlagen weltweit aus. Mit einer installierten Leistung von etwa 44.000 Gigawatt in Offshore-Windparks könnten Windräder auf dem Meer bis zum Jahr 2100 ein Viertel des globalen Stromverbrauchs decken.

Die Ursache für die Abkühlung der unteren Atmosphäre durch die Offshore-Windparks sehen die Forscher in den veränderten Luftströmungen über den Offshore-Windparks. So könnten die drehenden Rotoren zu deutlich mehr Verwirbelungen führen. Die Folge: Der Wärmeaustausch zwischen warmen Luftschichten und deutlich kälterem Meerwasser nimmt zu und lässt die untere Atmosphäre abkühlen. Für diese Abschätzung gingen die Wissenschaftler von Wassertiefen zwischen 200 und 600 Metern aus. Ob die prognostizierte Abkühlung durch die Offshore-Windparks auch das Klima an den nahe gelegenen Küsten spürbar verändern wird, können Wang und Prinn auf der Basis ihrer Modelle allerdings nicht vorhersagen.
(dapd/wsa/esc /1)  

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