EEG-Reform: Verbraucherschützer warnen vor Kostenanstieg

Die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat die Reform des Erneuerbare Energien-Gesetzes stark kritisiert. Statt den Kostenanstieg der Strompreise zu senken, erhöhe die Reform die Belastungen für Verbraucher, so die Verbraucherschützer.
Im Zentrum der Kritik steht die Belastung des Eigenverbrauchs von selbst erzeugtem Strom. Haushalte und Unternehmen, die ihren Strom selbst erzeugen, werden künftig zur Kasse gebeten. Wer etwa eine Solaranlage betreibt, muss auf den selbst verbrauchten Strom zunächst 30 Prozent, ab 2017 sogar 40 Prozent der EEG-Umlage zahlen.
„Damit wird die Energiewende von unten massiv ausgebremst“, sagt Marion Jungbluth, Teamleiterin Energie und Mobilität des vzbv. Die beabsichtigte Entlastung der Allgemeinheit bleibe zudem aus. Ein durchschnittlicher Haushalt werde durch diese Regelung gerade einmal vier Cent pro Monat an Stromkosten sparen. Die Abgabe auf den Eigenverbrauch trifft alle Neuanlagen ab einer Größe von zehn Kilowatt.
Höhere Kosten drohen den Verbrauchern auch im Schienenverkehr. Die nun beschlossene Reform sieht vor, dass Bahnunternehmen künftig deutlich stärker an den Kosten der erneuerbaren Energien beteiligt werden sollen. Dies wird voraussichtlich zu einem spürbaren Anstieg der Ticketpreise führen.
Kritisch bewertet der vzbv auch die Neuregelung der Industrieausnahmen. Entgegen der im Vorfeld versprochenen Kürzung bleiben die Rabatte im vollen Umfang erhalten. Damit müssen die übrigen Stromkunden auch weiterhin Mehrkosten von knapp fünf Milliarden Euro pro Jahr schultern.
Vielleicht interessiert Sie auch:
EEG-Reform: Höhere Ticketpreise im Schienenverkehr drohen
Höhere Kosten drohen den Verbrauchern auch im Schienenverkehr. Die nun beschlossene Reform sieht vor, dass Bahnunternehmen künftig deutlich stärker an den Kosten der erneuerbaren Energien beteiligt werden sollen. Dies wird voraussichtlich zu einem spürbaren Anstieg der Ticketpreise führen.
Kritisch bewertet der vzbv auch die Neuregelung der Industrieausnahmen. Entgegen der im Vorfeld versprochenen Kürzung bleiben die Rabatte im vollen Umfang erhalten. Damit müssen die übrigen Stromkunden auch weiterhin Mehrkosten von knapp fünf Milliarden Euro pro Jahr schultern.