RWE testet intelligentes Stromnetz im Münsterland
RWE testet in Reken im Münsterland ein intelligentes Stromnetz (Smart Grid), das Vorbild für andere Stromnetze in Europa werden soll. Im Rahmen des Forschungsprojektes arbeitet RWE mit ABB und der Technischen Universität Dortmund zusammen. Die Technik ist bereits vollständig in das bestehende Ortsnetz von Reken integriert.
Neue Betriebsmittel in den Ortsnetzstationen messen die aktuellen Belastungssituationen im Stromnetz und passen die Netzstruktur automatisch den aktuellen Anforderungen an. Bestehende Ringleitungen werden je nach Bedarf so geschaltet, dass Verbraucher und Einspeiser in direkter Verbindung zueinander stehen. So wird der Strom, der in Reken produziert wird, auch vermehrt in Reken verbraucht. Das Netz wird durch die erweiterte Steuerungsfunktion auch zuverlässiger. Im Störungsfall erkennt die zuständige Netzleitstelle in Arnsberg direkt, wo eine Reparatur notwendig ist.
Die Gemeinde Reken im Münsterland mit rund 14.000 Einwohnern wurde ausgewählt, weil dort bereits heute besonders viele regenerative Erzeugungsanlagen Energie einspeisen und noch weitere geplant sind. In dem zum Teil städtisch und zum Teil ländlich geprägten Netz im Bereich der Westnetz GmbH wird schon heute etwa so viel Strom produziert wie verbraucht - jedoch nicht immer zur gleichen Zeit.
Vielleicht interessiert Sie auch: