Klimapolitik: WWF für Einführung von CO2-Mindestpreisen
Der EU-Rat soll am 23. und 24. Oktober das EU-Klimapaket mit Klima- und Energiezielen für das Jahr 2030 verabschieden. Der World Wide Fund For Nature (WWF) kritisiert neben dem unzureichenden Ziel bei der Emissionsminderung, dass zurzeit keine sinnvolle Reform des Emissionshandels auf EU-Ebene diskutiert werde.
Der WWF spricht sich deshalb für eine Einführung von CO2-Mindestpreisen aus. Die genauen Auswirkungen von CO2-Mindestpreisen in Deutschland und ausgewählten EU-Ländern hat der WWF das Öko-Institut in der Studie „Den EU-Emissionshandel flankieren: Chancen und Grenzen unilateraler CO2-Mindestpreise" untersuchen lassen.
Die Studie betrachtet sowohl die Auswirkungen für die CO2-Minderung als auch die Verlagerungseffekte (Strom Import/Export) anhand von sechs CO2-Mindestpreis-Szenarien. Die Einführung eines Mindestpreises von 20 Euro in Deutschland sowie von 40 Euro in Deutschland, Dänemark, Niederlande und Frankreich liefern einen Beitrag zur CO2-Minderung und zu einer ausgeglichenen Strom-Import-Export Bilanz.
„Der Stromsektor und die energieintensive Industrie haben heute einen Freifahrschein und konnten sich dank der Krise des Emissionshandels aus dem Klimaschutz ausklinken. Mit der Einführung von CO2-Mindestpreisen und weiteren nationalen Instrumenten könnten wir diese Branchen wieder einfangen und den klimaschädlichsten Kohlestrom aus dem Markt drängen", sagt Regine Günther, Leiterin Klima und Energiepolitik des WWF Deutschland.
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