EU-Energiebinnenmarkt: Weitere Anstrengungen erforderlich

Um den Energiebinnenmarkt innerhalb der Europäischen Union zu vollenden, sind mehr Investitionen in strategische, grenzüberschreitende Infrastrukturen notwendig. Außerdem müssen intelligente Stromnetze entwickelt und transparente Vorschriften zur Nutzung der Energienetze eingeführt werden. Das geht aus einer Mitteilung der Europäischen Kommission hervor.
„Wenn die Energiemärkte gut miteinander verbunden sind und gemeinsame Vorschriften existieren, gibt es keinen großen Spielraum mehr dafür, Energielieferungen als politisches Instrument zu verwenden. Sind geeignete Preissignale und eine ausreichende Infrastruktur vorhanden, wird Energie dort produziert, wo dies am kostengünstigsten ist, und wird sie dorthin transportiert, wo sie gebraucht wird. Dies führt zu einer sicheren Energieversorgung in ganz Europa und zu niedrigeren Energierechnungen für die Verbraucher“, erklärte Günther Oettinger, Vize-Präsident und für Energiepolitik zuständiges Mitglied der EU-Kommission.
Die deutsche Energiewirtschaft kritisiert in diesem Zusammenhang, dass in vielen Mitgliedstaaten die Binnenmarktregeln nicht konsequent umgesetzt werden und die Endkundenpreise zum Teil noch staatlich gedeckelt werden. „Gleichzeitig mangelt es an einer Öffnung für den Wettbewerb. Dies benachteiligt die deutsche Energiewirtschaft", so Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).
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