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Gas: Noch keine Wahlmöglichkeit
Die Anzahl der Gasangebote an Privathaushalte hat zum neuen Gaswirtschaftsjahr zugenommen, aber es gibt noch keine ausreucíchende Wahlmöglichkeit für alle. Dies ist das Fazit des Datenlieferanten ene't. Bei ihrer Marktanalyse haben die Experten weitere interessante Fakten herausgefunden, die wir hier dokumentieren.
Einige bundesweit agierende Stromhändler sind dazu übergegangen, Erdgas in ihr Vertriebsportfolio aufzunehmen, während sich auch der eine oder andere Grundversorger für ein Engagement jenseits des angestammten Liefergebiets entschieden hat. Dennoch kann von einem Massenmarkt auch in absehbarer Zeit noch keine Rede sein. Die ene´t-Datenbank zählt aktuell 69 Gasanbieter, die überregional aktiv sind. Die Mehrheit von ihnen sind Stadtwerke, die ihr Vertriebsgebiet selektiv erweitern und zwar zumeist in der Region, in der sie beheimatet sind.
Dieser Gruppe stehen 20 reine Händler ohne eigenes Gasnetz gegenüber, die sich bei der Kundenakquisition vornehmlich auf Großstädte und Ballungsräume konzentrieren. Wenig überraschend ist die Tatsache, dass die Preise der überregional agierenden Versorger – seien es nun Stadtwerke oder Händler – niedriger angesetzt sind. Für einen typischen Abnahmefall von 20.000 kWh im Jahr, was einem klassischen Heizgaskunden mit Einfamilienhaus entspricht, verlangen die 69 Wettbewerbsunternehmen im Durchschnitt 6,6 ct/kWh. Die vergleichbare Grundversorgung kostet derzeit im Mittel 7,0 ct/kWh. Haushalte können mit einem Wechsel also rund 80 EUR im Jahr* sparen.
Für viele Verbraucher ist das Sparpotenzial, dass sich aus einem Lieferantenwechsel ergeben kann, angesichts fehlender Angebote vor allem in ländlichen Regionen aber nur theoretischer Natur. Abhängig von ihrem Standort müssen sie die Preispolitik ihrer Grundversorger hinnehmen und bisweilen sehr viel mehr für ihr Erdgas bezahlen als vergleichbare Haushalte in anderen Regionen Deutschlands. Wir ermitteln bezogen auf den o.g. Abnahmefall aktuell ein Preisgefälle von über 60% zwischen dem teuersten und dem billigsten Anbieter. Letzterer sind die Stadtwerke aus Soltau, bei denen der Musterkunde 1.141,00 EUR im Jahr zahlt. Der teuerste Anbieter ist Werragas aus Bad Salzungen mit einem jährlichen Gesamtpreis von 1879,44 EUR. Werragas kündigte vor wenigen Tagen für den 1. Januar 2009 allerdings eine Preissenkung an.
Angesichts solcher Preisunterschiede verwundert es nicht, dass die Kartellbehörden zuletzt wieder aktiv geworden sind. So hat die Landeskartellbehörde in Rheinland-Pfalz, wo die Gaspreise mit am höchsten in Deutschland sind, erneut einen Gasversorger wegen angeblich zu hoher Preise abgemahnt. Schon im Januar hatte die Behörde gegen mehrere Versorger Missbrauchsverfahren eingeleitet. Ein Unternehmen hatte die Preise danach gesenkt, vier Verfahren wurden eingestellt. Die Gemeindewerke Haßloch, die Stadtwerke Neuwied und die Landauer Energie Südwest wurden zu Preissenkungen verpflichtet. Dagegen hatten die drei Gasversorger Beschwerde eingelegt. Nach Angaben des Ministerium laufen die Verfahren noch.
In Baden-Württemberg, wo die Gaspreise im Bundesvergleich relativ niedrig sind, wurden nach der Auswertung der aktuellen Gaspreise im Zeitraum September/Oktober 2008 insgesamt vier neue Missbrauchsverfahren gegen Gasversorger eingeleitet. Weitere Verfahrenseröffnungen seien nicht auszuschließen, hieß es aus dem Wirtschaftsministerium. Die Energiekartellbehörde hatte bereits Anfang des Jahres förmliche Verfahren gegen vier Gasversorger im Land wegen zu hoher Gaspreise angestrengt. In allen vier Fällen hätten die Verfahren preisliche Zugeständnisse der Unternehmen zur Folge gehabt, betonte Wirtschaftsminister Ernst Pfister.
Einige bundesweit agierende Stromhändler sind dazu übergegangen, Erdgas in ihr Vertriebsportfolio aufzunehmen, während sich auch der eine oder andere Grundversorger für ein Engagement jenseits des angestammten Liefergebiets entschieden hat. Dennoch kann von einem Massenmarkt auch in absehbarer Zeit noch keine Rede sein. Die ene´t-Datenbank zählt aktuell 69 Gasanbieter, die überregional aktiv sind. Die Mehrheit von ihnen sind Stadtwerke, die ihr Vertriebsgebiet selektiv erweitern und zwar zumeist in der Region, in der sie beheimatet sind.
Dieser Gruppe stehen 20 reine Händler ohne eigenes Gasnetz gegenüber, die sich bei der Kundenakquisition vornehmlich auf Großstädte und Ballungsräume konzentrieren. Wenig überraschend ist die Tatsache, dass die Preise der überregional agierenden Versorger – seien es nun Stadtwerke oder Händler – niedriger angesetzt sind. Für einen typischen Abnahmefall von 20.000 kWh im Jahr, was einem klassischen Heizgaskunden mit Einfamilienhaus entspricht, verlangen die 69 Wettbewerbsunternehmen im Durchschnitt 6,6 ct/kWh. Die vergleichbare Grundversorgung kostet derzeit im Mittel 7,0 ct/kWh. Haushalte können mit einem Wechsel also rund 80 EUR im Jahr* sparen.
Für viele Verbraucher ist das Sparpotenzial, dass sich aus einem Lieferantenwechsel ergeben kann, angesichts fehlender Angebote vor allem in ländlichen Regionen aber nur theoretischer Natur. Abhängig von ihrem Standort müssen sie die Preispolitik ihrer Grundversorger hinnehmen und bisweilen sehr viel mehr für ihr Erdgas bezahlen als vergleichbare Haushalte in anderen Regionen Deutschlands. Wir ermitteln bezogen auf den o.g. Abnahmefall aktuell ein Preisgefälle von über 60% zwischen dem teuersten und dem billigsten Anbieter. Letzterer sind die Stadtwerke aus Soltau, bei denen der Musterkunde 1.141,00 EUR im Jahr zahlt. Der teuerste Anbieter ist Werragas aus Bad Salzungen mit einem jährlichen Gesamtpreis von 1879,44 EUR. Werragas kündigte vor wenigen Tagen für den 1. Januar 2009 allerdings eine Preissenkung an.
Angesichts solcher Preisunterschiede verwundert es nicht, dass die Kartellbehörden zuletzt wieder aktiv geworden sind. So hat die Landeskartellbehörde in Rheinland-Pfalz, wo die Gaspreise mit am höchsten in Deutschland sind, erneut einen Gasversorger wegen angeblich zu hoher Preise abgemahnt. Schon im Januar hatte die Behörde gegen mehrere Versorger Missbrauchsverfahren eingeleitet. Ein Unternehmen hatte die Preise danach gesenkt, vier Verfahren wurden eingestellt. Die Gemeindewerke Haßloch, die Stadtwerke Neuwied und die Landauer Energie Südwest wurden zu Preissenkungen verpflichtet. Dagegen hatten die drei Gasversorger Beschwerde eingelegt. Nach Angaben des Ministerium laufen die Verfahren noch.
In Baden-Württemberg, wo die Gaspreise im Bundesvergleich relativ niedrig sind, wurden nach der Auswertung der aktuellen Gaspreise im Zeitraum September/Oktober 2008 insgesamt vier neue Missbrauchsverfahren gegen Gasversorger eingeleitet. Weitere Verfahrenseröffnungen seien nicht auszuschließen, hieß es aus dem Wirtschaftsministerium. Die Energiekartellbehörde hatte bereits Anfang des Jahres förmliche Verfahren gegen vier Gasversorger im Land wegen zu hoher Gaspreise angestrengt. In allen vier Fällen hätten die Verfahren preisliche Zugeständnisse der Unternehmen zur Folge gehabt, betonte Wirtschaftsminister Ernst Pfister.