IEA sieht „Goldenes Zeitalter“ für Erdgas

Ein breites globales Erdgas-Angebot, die robuste Wirtschaftskraft der Schwellenländer und die unsichere Zukunft der Atomenergie – das sind nach dem jetzt veröffentlichten Sonderbericht der Internationalen Energie-Agentur (IEA) die ausschlaggebenden Faktoren, die dem Energieträger Erdgas zukünftig ein „Goldenes Zeitalter“ bescheren könnten.

Erdgas könnte demnach eine größere Rolle im globalen Energiemix spielen, wenn die Verbindung von ökonomischen und ökologischen Faktoren sowie die von der Politik gesetzten Rahmenbedingungen stimmen. In dem Sonderbericht wird ein Szenario erstellt, in dem die globale Nutzung von Erdgas von 2010 bis zum Jahr 2035 um 50 Prozent steigt und Erdgas mehr als ein Viertel der globalen Energienachfrage befriedigt.

Das Szenario beruht dabei auf verschiedenen Annahmen: Auf der einen Seite soll die Nachfrage nach Erdgas durch die Verdoppelung der verfügbaren Erdgasvorkommen - wozu vor allem die forcierte Förderung von unkonventionellem Erdgas wie Schiefergas beitragen soll - einen kräftigen Schub bekommen. Dieses breitere Angebot an Erdgas würde unter anderem zu einer größeren globalen Verfügbarkeit und sinkenden Gaspreisen auf den Märkten führen.

Auf der anderen Seite soll die Nutzung von Erdgas durch die chinesische Nachfrage - China will die Nutzung von Erdgas politisch in großem Umfang fördern – sowie durch eine sinkende Stromerzeugung durch Atomenergie und die Verbreitung von Erdgas als Kraftstoff auf breiter Front zunehmen.

Das prognostizierte „Goldene Zeitalter“ für Erdgas hat allerdings auch seine Schattenseiten. Der Sonderbericht geht nämlich auch auf die ökologischen Konsequenzen einer solchen Entwicklung ein, die ein drastischer Anstieg der Erdgas-Nutzung mit sich bringen würde, nämlich den Anstieg der klimaschädlichen CO2-Emissionen.  

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