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Das Sterben der Stadtwerke bleibt aus

24.05.2001 von
Bislang gingen Experten davon aus, dass viele von den 580 Stadtwerken mit Stromverteilung den Wettbewerb nicht überleben werden. Nach Angaben von Gerhard Widder, Präsident des Verbandes Kommunaler Unternehmen, "ist noch kein einziges Stadtwerk bankrott gegangen“. Trotz Preisverfall und Umsatzrückgang hätten sich die Stadtwerke im liberalisierten Strommarkt behaupten können.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der DG Bank. Lediglich 2 bis 3 % der privaten Haushalte haben bislang den Stromlieferanten gewechselt. Zudem ging der damit verbundene Umsatz nur zum Teil verloren, da die Stadtwerke Netzdurchleitungsgebühren erheben. Derzeit verlangen die fünf größten Stadtwerke in Deutschland dafür bei einem Verbrauch von 4 000 Kilowattstunden zwischen 464 DM (Stadtwerke Köln) und 542,5 DM (Nekarwerke Stuttgart). Die DG Bank rechnet allerdings damit, dass mittelfristig diese Gebühren deutlich sinken – ähnlich wie in Großbritannien und Schweden.

Die DG Bank erwartet, dass die Kommunen künftig verstärkt Anteile der Stadtwerke verkaufen, um ihre Haushalte zu sanieren. Dabei können sowohl die Stadtwerke als auch die neue Anteilseigner davon profitieren, meint die Bank. Um ihre Markstellung zu verbessern, sollten Stadtwerke untereinander kooperieren, unter anderem beim Einkauf oder beim Vertrieb.
rg

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