Photovoltaik - eine Investition in die Sonne

Photovoltaik - Was ist das?
Solarstromanlagen (Photovoltaik- oder kurz PV-Anlagen) bestehen aus Solarzellen, die zu Modulen verschaltet sind. Hauptbestandteil der Zellen ist Silizium. Inzwischen kommen aber auch andere Materialien, etwa organische Kunststoffe oder Legierungen, zum Einsatz. Die Solarzellen wandeln Sonnenlicht in elektrischen Gleichstrom um. Möglich macht dies der "photoelektrische Effekt".
Photovoltaik funktioniert sowohl mit direktem als auch diffusem Sonnenlicht. Direktes Licht ist dabei die direkte Sonneneinstrahlung auf die Solarzellen. Als diffuses Licht werden durch Wolken und Luftfeuchtigkeit "verstreute" Lichtstrahlen bezeichnet, die auf die Zellen treffen. Mit Hilfe eines so genannten Wechselrichters wird der erzeugte Gleichstrom in Wechselstrom umgewandelt und bei den meisten Anlagen ins örtliche Stromnetz eingespeist.
Einspeisen oder selbst nutzen?
Zudem bietet sich mit der Einspeisung des produzierten Stroms in das öffentliche Netz eine weitaus lukrativere Möglichkeit als die Eigennutzung an. Denn laut Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) müssen die Netzbetreiber den durch Photovoltaik-Anlagen produzierten und in ihr Netz eingespeisten Strom bezahlen. Diese "Einspeisevergütung" beträgt rund 46,75 Cent pro Kilowattstunde für Anlagen, die 2008 errichtet werden. Dies wird sich für 2009 ändern, wenn das neue EEG in Kraft tritt. In jedem Fall wird die Vergütung aber deutlich über dem durchschnittlichen Strompreis liegen. Sie ist zudem für 20 Jahre garantiert.
Das EEG regelt, dass mit dem Beginn eines neuen Jahres die Vergütung für in dem jeweiligen Jahr gebaute Solarstromanlagen um fünf Prozent sinkt. Das heißt, dass für Anlagen, die noch 2007 gebaut wurden, die garantierte Einspeisevergütung bei 49,21 Cent pro Kilowattstunde liegt.