Ablesen wird einfacher
Keine Ableser mehr im Haus
Nicht zuletzt sparen die Unternehmen Verwaltungskosten. Zunächst fallen keine Kosten für das Ablesepersonal mehr an. Auch müssen sie nicht mehr erst Abschläge berechnen, diese später mit dem tatsächlichen Verbrauch verrechnen und dann noch einmal Forderungen stellen oder begleichen. Die Rechnungslegung passiert automatisch. Mit der passenden Software werden die Verbrauchsdaten der Kunden automatisch zusammengefasst und auf einer monatlichen Rechnung ausgedruckt. Fertig.
Diese Automatisierung freut auch die Verbraucher. Sie müssen sich nicht mehr mit Ableseterminen beschäftigen, ihr Verbrauch wird nicht mehr geschätzt und sie erhalten zudem die Möglichkeit, sich jederzeit über ihren aktuellen Stromverbrauch zu informieren. Zudem zahlt man dann keinen Abschlag mehr, sondern im Nachhinein nur den tatsächlich verbrauchten Strom. Die italienischen Verbraucher bekommen zum Beispiel bereits eine monatliche Rechnung: Wie beim Telefon die Gesprächsminuten zahlt man hier im Nachhinein den Betrag für genau die Strommenge, die man im letzten Monatzeitraum verbraucht hat.
Schnellerer StromanbieterwechselAußerdem ermöglichen die elektronischen Zähler einen schnelleren Lieferantenwechsel. Durchschnittlich mehr als 100 Euro kostet bisher laut der Studie "eEnergy" ein Anbieterwechsel pro Kunde. Dieser Wert gilt für 2005 und wird von den Autoren unter anderem auf den "unzureichenden Automatisierungsgrad" der Unternehmen zurückgeführt. Dabei nimmt die Zahl der Stromwechsler zu - die Netzbetreiber müssen immer mehr Anschluss- und Versorgungsänderungen bewältigen.
Mit den elektronischen Stromzählern könnte der Wechsel unkomplizierter, schneller und billiger werden, besonders wenn ein unabhängiger Messdienstleister den Stromverbrauch protokolliert und die Daten einfach mit der Vertragsumstellung an einen anderen Anbieter schickt. Hierfür müsste allerdings bei allen Stromanbietern die gleiche oder zumindest miteinander kompatible Software vorhanden sein, die mit der des Messunternehmens kommunizieren kann. Dazu müssten die Stromanbieter künftig die Messunternehmen für Dienstleistungen bezahlen, die sie bisher zumeist unter dem eigenen Dach erledigen.